Unter den insgesamt 2400 Toten waren 1531 Zivilisten, wie die UN-Mission im Irak (UNAMI) am Dienstag mitteilte. Die USA kündigten unterdessen eine Verstärkung ihrer Präsenz im umkämpften Irak an: Zum Schutz der US-Botschaft und des Internationalen Flughafens würden bis zu 200 weitere Soldaten in die Hauptstadt Bagdad entsandt werden, kündigte US-Präsident Barack Obama in einem Schreiben an den Kongress an. Sie sind auch mit Hubschraubern und unbemannten Flugzeugen ausgestattet. Mitte Juni hatte Obama bereits die Entsendung von bis zu 275 Soldaten verkündet, die US-Bürger und die Botschaft im Irak schützen sollen. Zudem sollen bis zu 300 US-Militärberater die irakische Armee im Kampf gegen die Terroristen unterstützen. In den vergangenen Tagen wurden 180 Militärberater in den Irak verlegt, um die einheimischen Sicherheitskräfte im Kampf gegen die sunnitische Terrorgruppe "Islamischer Staat im Irak und in Großsyrien" (ISIS) zu unterstützen In der Hauptstadt kam das neu gewählte Parlament inmitten der Bedrohung durch die ISIS-Terroristen zu seiner ersten Sitzung zusammen. Kurz nach Beginn wurde sie wieder vertagt. Die Abgeordneten hätten sich auf keinen Parlamentspräsidenten einigen können. Nach einer kurzen Pause seien dann nur noch 75 der 328 Abgeordneten zurückgekehrt, damit sei das Plenum nicht länger beschlussfähig, teilte der Alterspräsident Mehdi al-Hafis mit. Voraussichtlich werde das Parlament in einer Woche wieder zusammenkommen, sollte es bis dahin eine Einigung geben, fügte Hafis hinzu. Zuvor hatten die Abgeordneten auf Arabisch und auf Kurdisch ihren Eid auf die Verfassung geleistet.